Ostara gehört für mich zu den stillen, aber kraftvollen Momenten im Jahreskreis. Wenn das Licht zurückkehrt, es Frühling wird und die Natur ihre ersten Farben zeigt, spüre ich jedes Jahr aufs Neue diese besondere Aufbruchsstimmung.
| Das Jahreskreisfest Ostara wurzelt in einer Zeit, in der die Menschen den Wandel der Jahreszeiten aufmerksam beobachteten und ihr Leben eng mit den Kräften der Natur verknüpften. Das Jahr wurde als kreisförmiger Ablauf verstanden, gegliedert in acht besondere Orientierungspunkte. Diese Schwellenzeiten galten als wertvolle Momente des Innehaltens, des Sammelns und der bewussten Neuausrichtung. Kleine Rituale, Düfte und symbolische Handlungen halfen dabei, Altes zu verabschieden und dem beginnenden Frühling mit offenem Herzen entgegenzutreten. |

Was ist Ostara?
Ostara zählt zu dem wichtigsten Frühlingsfesten im keltischen Jahreskreis und markierte den Moment, in dem das zunehmende Licht spürbar wurde und die Natur sichtbar erwachte. Mit der Christianisierung verschwanden viele der ursprünglichen Frühlingsbräuche oder gingen in späteren Ostertraditionen auf. Dennoch haben sich einige Elemente erhalten, etwa das Schmücken mit frischem Grün oder das Entzünden von Feuer als Symbol für den Neubeginn. Auch der Hase, heute fest mit Ostern verbunden, hat seine Wurzeln in diesen alten Frühlingsvorstellungen von Fruchtbarkeit und Erneuerung.
Rund um die Tag‑und‑Nacht‑Gleiche im Frühling fällt Ostara und hat seine Wurzeln in alten germanischen und mitteleuropäischen Vorstellungen. Gefeiert wurde das Wiedererstarken des Lichts, das Ende der dunklen Jahreszeit und das langsame Erwachen der Natur. Themen wie Fruchtbarkeit, Neubeginn und das erste Aufblühen spielten eine zentrale Rolle. Ein Fest, das den Übergang in die helle, lebendige Hälfte des Jahres markierte.

Woher kommt das Wort Ostara?
Der Name Ostara wird häufig mit der germanischen Frühlingsgöttin in Verbindung gebracht, die für Licht, Wachstum und Erneuerung stand. Auch wenn historische Quellen spärlich sind, lebt die Vorstellung eines göttlichen Frühlingsprinzips in vielen alten Bräuchen weiter.
In früheren Zeiten waren die Menschen eng mit der Natur verbunden und orientierten sich am Lauf von Sonne und Mond. Das Jahr wurde in 8 Jahreskreisfeste gegliedert, die jeweils bestimmte Pflanzen, Symbole und Rituale begleiteten.
Besonders zu Ostara spielten erste Frühlingskräuter eine wichtige Rolle. Sie galten als Zeichen der wiederkehrenden Lebenskraft und wurden von kräuterkundigen Frauen gesammelt. Viele dieser frühen Vorstellungen finden sich heute in unseren Frühlingsritualen wieder: im frischen Grün, im Ei als Symbol des Neubeginns und im Feiern des erwachenden Lebens.

Von Imbolc über Ostara, Beltane bis zu Yule, die Jahreskreisfeste sind seit langer Zeit tief in uns verankert. Unser Modul „Keltische Jahreskreisfeste“ mit vielen Infos rund um die Feste und Bräuche unserer Vorfahren ist ein wichtiger Bestandteil unserer wissenschaftlich fundierten Kräuterpädagogik-Ausbildung.
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4 Rituale zu Ostara und Frühling
- Erste Kräuter sammeln
Zu Ostara zeigen sich die ersten zarten Frühlingskräuter: Vogelmiere, Gänseblümchen oder junge Brennnesseln. Sie galten als „Grünkraft“, die den Körper nach dem Winter stärkt. Ein kleiner Wildkräutersalat, ein Kräuteraufstrich oder ein paar Blättchen im Tee bringen diese Energie wunderbar auf den Tisch. - Osterfeuer oder Frühlingsfeuer
In vielen Regionen wurde zur Frühlingszeit ein Feuer entzündet, um das Licht zu begrüßen und die dunkle Jahreszeit endgültig zu verabschieden. Ein Osterfeuer, in einer Feuerschale, ist eine schöne Möglichkeit, diesen alten Brauch modern zu leben. Gemeinsam draußen in der Natur stehen und vielleicht einen Wunsch dem Feuer übergeben. - Gefärbte Eier als Symbol des Neubeginns
Das Ei steht seit jeher für Entstehung, Fruchtbarkeit und das Erwachen neuen Lebens. Schon lange bevor das christliche Osterfest entstand, wurden Eier bemalt, gesegnet oder als kleine Gaben verschenkt. Versuche dich auch mal an Naturfarben, aus Zwiebelschalen, Kurkuma oder Rote Bete. - Hasen backen
Der Hase gilt seit Jahrhunderten als Sinnbild für Fruchtbarkeit, Lebenskraft und das Erwachen der Natur. Lange bevor er zum „Osterhasen“ wurde, tauchte er in Frühlingsbräuchen auf. Ein moderner Brauch ist es, kleine Hasen aus Mürbteig oder Hefeteig zu backen. Sie können verschenkt, gemeinsam gegessen oder als kleine Gaben auf den Jahreszeitentisch gelegt werden.
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