Ringelblume – die Arnika der Haut

Ringelblume

Kaum eine Heilpflanze ist so vielseitig und zugleich so sanft wie die Ringelblume (Calendula officinalis). Seit Jahrhunderten wird sie in der Naturapotheke geschätzt und gehört heute zu den beliebtesten Heilpflanzen in der Hautpflege. Sie heißt nicht umsonst Ringelblume – die Arnika der Haut. Ihre leuchtend orange-gelben Blüten sind nicht nur ein schöner Farbtupfer im Garten, sondern auch wahre Kraftpakete voller Wirkstoffe.

Ein Hauch Geschichte

Die Ringelblume blickt auf eine lange Geschichte als Heilpflanze zurück: Schon im Mittelalter wurde sie in Klostergärten kultiviert und wegen ihrer wundheilenden und entzündungshemmenden Eigenschaften geschätzt. Über die Jahrhunderte fand sie nicht nur in der europäischen Volksmedizin Verwendung, sondern auch in verschiedenen Kulturen weltweit, wo sie als Symbol für Gesundheit und Schutz galt. Bis heute ist die Ringelblume ein fester Bestandteil der Naturheilkunde und Gartenkultur.

Die Ringelblume begleitet uns seit Jahrhunderten als bewährte Heilpflanze und Symbol für Gesundheit. Bereits im Mittelalter wurde sie wegen ihrer wohltuenden Wirkung in Klostergärten kultiviert. Ihr warmer Duft und die leuchtenden Blüten standen für Schutz und Heilung – eine Pflanze, die bis heute in Naturapotheke und Hautpflege ihren festen Platz hat.

Ringelblumen - die Arnika der Haut
Ringelblumenblueten

Inhaltsstoffe und Wirkung der Ringelblume

Die Ringelblume (Calendula officinalis) enthält eine Vielzahl wertvoller Inhaltsstoffe, die ihre heilenden und pflegenden Eigenschaften ausmachen. Besonders hervorzuheben sind:

  • Flavonoide: wirken entzündungshemmend und unterstützen die Durchblutung.
  • Carotinoide: verantwortlich für die leuchtend orange Farbe, schützen die Haut antioxidativ vor Umwelteinflüssen.
  • Ätherische Öle: wirken antiseptisch und fördern die Wundheilung.
  • Saponine: unterstützen die Reinigung und fördern die Hautregeneration.
  • Triterpene: haben eine entzündungshemmende und beruhigende Wirkung.

Wirkung:
Die Ringelblume beruhigt und pflegt empfindliche oder gereizte Haut, unterstützt die Heilung von kleinen Wunden, Ekzemen und Entzündungen. Sie fördert die Regeneration der Hautzellen, lindert Rötungen und wirkt antibakteriell sowie schützend gegen schädliche Umwelteinflüsse. Dadurch eignet sie sich hervorragend für sanfte Hautpflege und naturheilkundliche Anwendungen.

Sammelzeit Blütenblätter:

Die Blüten werden am besten während der Hauptblütezeit von Juni bis September gesammelt. Ideal ist der Morgen nach dem Abtrocknen des Taues, wenn die Blüten frisch und voll geöffnet sind – so ist der Gehalt an Wirkstoffen am höchsten.

Sammelzeit Blätter:
 Die Blätter können zeitgleich mit den Blüten geerntet werden, am besten jung und gesund, da sie weniger Wirkstoffe als die Blüten enthalten.


Anwendung:
Innerlich:

Tee bei Entzündungen und Magen-Darm-Beschwerden

Unterstützung des Immunsystems

Äußerlich:
Salben und Ölauszüge zur Wundheilung

Pflege bei Hautreizungen, Ekzemen und kleinen Entzündungen

Badezusatz und Umschläge zur Beruhigung der Haut

Kulinarisch:
Blüten als essbare Dekoration für Salate und Desserts

Aromatischer Zusatz in Kräutermischungen und Tees


Verwendete Pflanzenteile
Blüten und Blätter


SAMMELTIPPS:

Für Tee und Heilmittel: Am besten während der Hauptblütezeit morgens nach dem Verdunsten des Taus sammeln, wenn die Blüten frisch geöffnet und intensiv gefärbt sind – dann ist der Gehalt an Wirkstoffen am höchsten.

Für Salben und Ölauszüge: Nur gesunde, unversehrte Blütenköpfe verwenden, idealerweise trocken und frisch gepflückt, um die volle Heilkraft zu bewahren.

Für Kulinarik und Dekoration: Nur makellose, frische Blütenblätter verwenden – sie verleihen Gerichten und Salaten eine schöne Farbe und mild-würzigen Geschmack.

Für die Trocknung: Blüten locker und einzeln auf einem schattigen, luftigen Platz ausbreiten, keine direkte Sonneneinstrahlung, damit Farbe, Duft und Heilkraft erhalten bleiben.

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Zwei verschiedene Ringelblumensorten und ihre Bedeutung

Calendula officinalis (Gewöhnliche Ringelblume)

Die wohl bekannteste und am weitesten verbreitete Ringelblume, geschätzt für ihre leuchtend orange-gelben Blüten und ihre vielseitige Verwendung in Heilpflanzenanwendungen. Sie enthält zahlreiche wertvolle Wirkstoffe und wird häufig für Salben, Tees und Hautpflegeprodukte genutzt. Ihre Blüten sind außerdem essbar und werden gern zur Dekoration und Verfeinerung von Speisen eingesetzt.

Calendula arvensis (Acker-Ringelblume)

Eine kleinere, wildwachsende Ringelblumenart mit meist gelben Blüten. Sie wächst vor allem auf Feldern und an Wegrändern und ist in der Volksmedizin weniger verbreitet, wird aber regional ebenfalls für leichte Hautbeschwerden und als Zierpflanze verwendet. Ihre Blüten sind zarter und weniger auffällig, dennoch pflegen sie die natürliche Vielfalt und Bereicherung der Ringelblumenfamilie.

Ringelblume – in der Volksmedizin

Die Ringelblume ist in der Volksmedizin seit Jahrhunderten ein geschätztes Heilmittel. Ihre Blüten werden vor allem zur Behandlung von Hautproblemen wie Entzündungen, Wunden, Ekzemen und kleinen Verbrennungen eingesetzt, da sie entzündungshemmend, antiseptisch und wundheilungsfördernd wirken. Darüber hinaus findet sie Verwendung bei Magen-Darm-Beschwerden und als mildes Beruhigungsmittel. Traditionell werden Aufgüsse, Salben oder Ölauszüge aus der Ringelblume genutzt, um die Haut zu stärken und die natürliche Regeneration zu unterstützen. Ihre sanfte Wirkung macht sie besonders beliebt für die Pflege empfindlicher Haut und in der Babypflege.

Ringelblume  – die Arnika der Haut

Die Ringelblume ist ein bewährter Helfer für die Hautpflege: Ihre entzündungshemmenden und hautregenerierenden Inhaltsstoffe fördern die Heilung von kleinen Wunden, Hautirritationen und Ekzemen. Gleichzeitig beruhigt sie gereizte Haut, spendet Feuchtigkeit und schützt vor Umwelteinflüssen. Deshalb wird sie häufig in natürlichen Cremes, Salben und Ölen verwendet, die besonders für empfindliche oder trockene Haut geeignet sind.

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Kulinarisches mit Ringelblume

Ringelblume beim Kochen
Die Ringelblume ist nicht nur eine geschätzte Heilpflanze, sondern verleiht auch in der Küche vielen Gerichten eine besondere, sanfte Note. Ihre leuchtenden Blütenblätter eignen sich hervorragend als essbare Dekoration für Salate, Suppen oder Desserts und bringen einen mild-würzigen, leicht herben Geschmack mit. Ringelblumenblüten können auch in Kräuterbutter oder aromatischem Öl verarbeitet werden – so entsteht eine geschmackvolle Zutat, die Speisen auf natürliche Weise verfeinert. Dank ihrer vielseitigen Einsatzmöglichkeiten bereichert die Ringelblume nicht nur die Naturapotheke, sondern auch unsere kulinarische Vielfalt.

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Hinweis

Die von mir veröffentlichten Informationen rund um Naturapotheke, Wildkräuterküche, DIY-Kosmetik und Wildkräuterkunde werden sorgfältig recherchiert, erheben jedoch keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Ich möchte darauf hinweisen, dass die beschriebenen Rezepte und Anwendungen der Volksheilkunde nicht den Besuch beim Arzt ersetzen, die Umsetzung auf eigene Gefahr erfolgt und kein Heilversprechen gegeben wird!

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DIESER BEITRAG WURDE ERSTELLT VON 

Elisabeth Teufner

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