4 Lammas und Mariä Himmelfahrt Rituale

Elisabeth Lammas

Lammas und Mariä Himmelfahrt gehören für mich zu den erdverbundensten Momenten im Jahreskreis. Wenn die Felder in sattem Gold stehen und die Ernte ihren Höhepunkt erreicht, liegt eine tiefe Dankbarkeit in der Luft. In dieser Zeit, in der die Hitze des Hochsommers langsam weicher wird und die Natur ihre Gaben großzügig zeigt, spüre ich jedes Jahr aufs Neue eine besondere Dankbarkeit mit dem Rhythmus der Natur. 4 Lammas und Mariä Himmelfahrt Rituale sollen dich dabei begleiten!

Der Augustbeginn, im keltischen Jahreskreisfest als Lammas gefeiert, markierte einen dieser bedeutsamen Übergänge. Die Felder stehen voll, die Körner sind schwer, und die Arbeit vieler Monate zeigt sich in sichtbarer Fülle. Diese Zeit des Dankes und der Reife fand später auch im christlichen Jahreslauf ihren Widerhall, besonders rund um Mariä Himmelfahrt, das eng mit Kräutern und der Fülle des Sommers verbunden ist. So verweben sich alte und jüngere Traditionen zu einem gemeinsamen Bild. Auch wenn der Sommer noch warm und weit erscheint, kündigt sich im Hintergrund bereits die kommende Veränderung an.
4 Lammas und Mariä Himmelfahrt Rituale
8 keltische Jahreskreisfeste

Was ist Lammas?

Lammas zählt zu den ältesten Erntefesten im keltischen und germanischen Raum. Die keltischen Feste Lammas und Lughnasadh stehen im August in enger Verbindung zueinander, die sich bis zu Mariä Himmelfahrt Mitte des Monats fortsetzt. Anfang August, wenn die Reife des Getreides unübersehbar ist, markierte dieses Fest den Moment, an dem die Menschen die Fülle des Sommers ehrten. Es war eine Zeit des Dankes, der Wertschätzung und des Bewusstseins dafür, dass die Ernte über das Wohlergehen der Gemeinschaft entschied. Brot, Getreidegaben und kleine rituelle Handlungen sollten die Großzügigkeit der Erde würdigen und Schutz für die kommende Zeit erbitten.

Mit der Christianisierung verschwanden diese Vorstellungen nicht, sondern fanden neue Ausdrucksformen. Besonders Mariä Himmelfahrt, Mitte August knüpft in vielen Regionen eng an die Themen von Reife, Schutz und Fülle an. Die Tradition der Kräuterweihe, die bis heute lebendig ist, trägt Spuren dieser älteren Naturverbundenheit.

So stehen Lammas und Mariä Himmelfahrt in einem historischen Zusammenhang. Beide Feste spiegeln die Wertschätzung für das, was gewachsen ist und erinnern daran, dass jeder Höhepunkt im Jahreslauf zugleich eine Schwelle ist. Ein Übergang von der Fülle des Sommers hin zu den ersten Vorboten des Herbstes.

Woher kommt das Wort Lammas?

Die Herkunft des Wortes Lammas lässt sich vermutlich zurückverfolgen auf das Altenglische Wort: hlāfmæsse, die „Brotmesse“. An diesem Tag wurde traditionell ein Brot aus dem ersten geernteten Getreide gebacken und gesegnet. Ein sichtbares Zeichen der Dankbarkeit für die beginnende Erntezeit. Lammas steht damit weniger für eine mythologische Figur als für ein tief verwurzeltes Bewusstsein für die Fülle des Sommers und die Bedeutung des Brotes als Lebensgrundlage.

In früheren Zeiten lebten die Menschen eng mit der Natur und orientierten sich am Lauf von Sonne und Mond. Das Jahr gliederte sich für sie in acht besondere Jahreskreisfeste, die jeweils von bestimmten Pflanzen, Symbolen und Ritualen begleitet wurden. Diese Orientierungspunkte halfen, den Wandel der Jahreszeiten bewusst wahrzunehmen und die Kräfte der Natur in den Alltag einzubinden.

Lammas markierte den Moment, in dem die Pflanzen ihre volle Reife und Kraft erreicht hatten. Diese Vorstellung von der besonderen Kraft der Sommerkräuter lebt bis heute fort. Rund um Mariä Himmelfahrt Mitte August werden in vielen Regionen Kräuterbuschen gebunden und geweiht. Ein Brauch, der tief in der Verbindung von Naturbeobachtung und Schutz wurzelt. Den Kräutern wird in dieser Zeit eine besondere Wirkkraft zugeschrieben, gespeist von der Wärme des Hochsommers, der Reife der Pflanzen und dem Segen, der ihnen zugesprochen wird. Die Kräuterweihe bewahrt damit ein Stück des alten Wissens, das Lammas einst prägte. Achtung vor der Natur und die Dankbarkeit für ihre Gaben.

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4 Lammas und Mariä Himmelfahrt Rituale

🌾 Die erste Ernte bewusst feiern: Ob Getreide, Kräuter, Beeren oder Gemüse aus dem eigenen Garten – nimm dir einen Moment, um die Fülle des Sommers wahrzunehmen und für das zu danken, was die Natur schenkt.

🌿 Einen Kräuterbuschen binden: Sammle verschiedene heimische Kräuter und Blumen und binde daraus einen kleinen Kräuterstrauß. Der Kräuterbuschen ist rund um den 15. August ein traditioneller Brauch im Alpenraum.

🍞 Etwas aus der Ernte zubereiten: Backe ein Brot, koche Marmelade oder trockne Kräuter für den Winter. Lammas wird traditionell mit der ersten Getreideernte und dem Brot verbunden – perfekt, um aus dem Erntedank etwas ganz Praktisches entstehen zu lassen.

🕯️ Dankbar zurückblicken: Setz dich mit einer Tasse Kräutertee nach draußen und überlege: Was durfte in den vergangenen Monaten wachsen – in der Natur und in deinem eigenen Leben? Was möchtest du bewahren und mit in die nächste Jahreszeit nehmen?

 

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DIESER BEITRAG WURDE ERSTELLT VON 

Elisabeth Teufner

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