11 Tipps gegen Frühjahrsmüdigkeit

Mit den 1. blühenden Schneeglöckchen wurde in vielen Regionen, in den letzten Tagen bereits der Vorfrühling der phänologischen Jahreszeiten eingeläutet. Für viele beginnt damit eine wunderbare Zeit der Vorfreude auf den Frühling. Wer allerdings ständig müde ist, kaum aus dem Bett kommt und sich schlapp fühlt, leidet womöglich unter der Frühjahrsmüdigkeit.

Zum Glück gibt es einiges was wir gegen diese Müdigkeit tun können. In diesem Beitrag verrate ich dir 11 Tipps und Kräuter gegen die bleierne Müdigkeit. Die Heilkraft der Pflanzen ist nach der Winterpause besonders hoch. Nutzen wir sie! Wecken wir unsere Lebensgeister und bringen unseren Stoffwechsel wieder in Schwund!

“Frühling ist die Musik der Natur”

Monika Minder

1. Frische Luft und Bewegung

Die Natur erwacht und das sollten wir auch. Frische Luft und Bewegung regt den Hormonhaushalt an und dieser ist maßgeblich an unserer guten Stimmung beteiligt. Wir bleiben aktiv und vital und durch das Sonnenlicht tanken wir gleichzeitig auch noch dringend benötigtes Vitamin D.

Märzenbecher

2. Gesunde Ernährung – ausreichend Flüssigkeit

Dein Organismus muss sich auf die Wetterveränderungen und die längeren Tage ab März anpassen. Um ihn bei diesen Prozess zu unterstützen, solltest du dich mit viel Flüssigkeit versorgen. Dies bringt den Körper in Schwung und stabilisiert den Kreislauf. Trinkwasser ist dafür ideal. Ein stimmungsaufhellender Tee mit Gänseblümchen, Brennnessel & Giersch, kann auch helfen gut in den Tag zu starten. Dazu mehr Infos im nächsten Tipp.

Auch deine Ernährung hilft dir gegen die allgemeine Mattigkeit anzugehen. Eine, deinem Stoffwechseltyp angepasste Ernährung unterstützt deinen Körper. Während der eine Stoffwechseltyp viel frisches Gemüse und Obst braucht, braucht ein anderer Typ eher Kompotte und gedünstetes Gemüse mit guten tierischen Eiweißquellen und hochqualitativen Ölen. Spüre nach, was du benötigst.

Wasser – Ursprung des Lebens

3. Stimmungsaufhellende Kräuter

Johanniskraut gilt als eines der wirkungsvollsten stimmungsaufhellenden Heilkräuter. Das Kraut speichert den Sommer über die Sonnenkraft und du kannst es dir als Nervennahrung zu nutze machen. Ein Tee aus aus Johanniskraut, Lavendelblüten und Kamillentee stärkt die Seele und sorgt für inneres Gleichgewicht. Die Wirkung wird allerdings erst nach drei Wochen spürbar, daher vorbeugend anwenden.

Johanniskraut
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4. Frühjahrskur

Um den Körper zu entlasten und nach dem Winter neu durchzustarten kann auch eine Smoothie-Kur Wunder wirken. Vitamin-, mineralstoffreich und stoffwechselanregend kurbeln Löwenzahn, Brennnessel & Co unseren Organismus an und aktivieren unsere Lebensgeister.

Zutaten für einen Smoothie:

  • 1 Handvoll junge Wildkräuter (z.B.: Brennnessel, Giersch, Gänseblümchen, Gundelrebe, Löwenzahnblätter)
  • 1/2 Birne
  • 1/2 Apfel
  • 1/2 Zitrone
  • Wasser und Honig nach Belieben

So funktioniert’s: Kräuter waschen, wenn notwendig ist und grob zerkleinern. Obst klein schneiden, Zitrone auspressen, Kräuter und Wasser hinzufügen und in einem Standmixer zu einem Smoothie pürieren. Eine Kur, ausschließlich mit Smoothies solltest du nicht länger als 3 Tage durchführen.

Wildkräuter-Smoothie

5. Kneippen und Wechselduschen

Wechselduschen regen den Kreislauf an. Warm beginnend, werden die Blutgefäße erweitert und durch den schnellen Wechsel zu kalten Wasser ziehen sie sich reflexartig wieder zusammen. Ablauf: warm/kalt – warm/kalt. Nach der Dusche, schnell erwärmen. Vielleicht mit einem Johanniskrauttee?

Auch eine Barfuß-Runde im Garten, durch die kühle, taunasse Wiese regt die Durchblutung und müde Lebensgeister an.  Wer die Möglichkeit hat zu Kneippen, versucht es. Man fühlt sich danach wie ausgewechselt.

Taunasse Wiese

6. Schlehenblüten

Schlehen beginnen, je nach Region, im März zu blühen.  Die Blüten des Schwarzdorns können, mit ihren Inhaltsstoffen unser Immunsystem stärken und Müdigkeit bekämpfen. 

Zutaten für ein Schlehdorn-Blüten Elixier:

  • 2 Handvoll Schlehdornblüten
  • 2 EL Honig
  • 500 ml Weißwein
  • saubere Flasche

So funktioniert’s:
Blüten mit dem Honig in die Flasche geben, mit dem Wein aufgießen und für mindestens eine Woche, an einem hellen Ort ziehen lassen. Täglich leicht schütteln nicht vergessen. 

Dosierung:

Täglich ein Stamperl/Likörgläschen genießen.

Blüten der Schlehe
Über 50 heimische Heil- und Wildkräuter erkennen können sowie deren Verarbeitung und Anwendung lernst du bei einem unserer Kräuterkurse: Werde zur Kräuterfrau, oder bei unseren Online-Kurs "Mein Kräuterjahr".

7. Gundelrebe – Glechoma hederacea

Gundelrebe bindet Harnsäure und kann Schwermetalle ausleiten. Als “Gesundbleiberpflanze” belebt sie uns nach einem langen, kalten Winter.  Durch den aromatischen Geschmack wird sie auch “Wilde” Petersilie genannt.  Roh in einem Salat oder in einem Smoothie kann man sie einfach und unkompliziert in den täglichen Speiseplan einbauen.

Gundelrebe

8. Giersch – Aegopodium podagraria

Der Giersch ist reich an Vitamin C, Eisen, Kalium und Magnesium. Er bringt unsere Verdauung und den Stoffwechsel in Schwung und lässt sich kulinarisch vielfältig verwenden.
Beispielsweise statt oder kombiniert mit Spinat in einer Quiche, in Smoothies, klein geschnitten aufs Buterbrot, in Salaten oder als Suppe.

Giersch

HINWEIS: Sammle bitte nur Wildkräuter die du 100% sicher erkennen kannst, denn es gibt auch giftige Doppelgänger. Wenn du dir noch unsicher bist beim Erkennen von essbaren Heil- und Wildkräutern empfehlen wir dir bei einer Kräuterwanderung in deiner Region mitzugehen. Dort lernst du den Umgang mit der Natur und das richtige erkennen und sammeln von Pflanzen.

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9. Löwenzahn – Taraxacum officinale

Der Löwenzahn unterstützt unsere Leber bei ihrer Stoffwechselleistung und weckt unseren Organismus aus der Winterruhe. Die enthaltenen Bitterstoffe bewirken, dass unser Körper mehr Speichel und Magensäure produziert und unterstützt dadurch die Verdauung. Er gilt als allgemeines Stärkungsmittel und Antioxidans. Der Löwenzahn ist von Kopf bis Fuß essbar. 😉  Ein paar Blütenblätter über den Salat, kleingeschnittene Blätter in den Smoothie, die Wurzel als Tinktur oder Kaffee. Sein Anwendungsgebiet ist vielfältig.

Löwenzahn

10. Brennnessel – Urtica dioica

Die Brennnessel unterstützt als basischer Durchspüler bei der Entschlackung & Reinigung. Sie hilft gegen Energielosigkeit und Müdigkeit und hat einen Vitamin C Gehalt der 6 x höher ist als der einer Orange. Außerdem enthält sie viel Eisen, welches durch den Vitamin C Gehalt auch perfekt von uns aufgenommen und verwertet werden kann.

Wie der Giersch, schmeckt die Brennnessel köstlich als Spinat zubereitet, in einer Quiche oder in Suppen und Smoothies. Die Brennhärchen werden durchs mixen unschädlich gemacht.

Brennnessel

11. Geballte Kraft der Wildkräuter

Mit einer 9-Kräuter-Suppe kannst du dir die geballte Heilkräuterkraft in die Küche holen. Traditionell am Gründonnerstag gegessen ist sie mit ihren wertvollen Inhaltsstoffen eine Bereicherung des Speiseplans auch an anderen Tagen des Jahres. Antioxidantien, Vitamine, Mineralien, Bitterstoffe und noch viel mehr steckt in der grünen Kraftsuppe.

Zutaten für 4 Personen:

  • 7-10 Handvoll Wildkräuter (z.B. Gundelrebe, Spitz- oder Breitwegerich, Brennnessel, Giersch, Frauenmantel, Bärlauch, Gänseblümchen, Vogelmiere, Brunnenkresse, Sauerampfer, Schafgarbe, Löwenzahn, Knoblauchsrauke)
  • etwas Öl
  • 2 Zwiebeln
  • 5 Kartoffeln
  • 1,2 l Gemüsebrühe
  • 100 ml Schlagobers
  • Salz, Pfeffer

So funktioniert’s:

  1. Zwiebel klein schneiden und in Butter glasig anbraten.
  2. Kartoffel waschen, schälen, klein schneiden und in die Pfanne dazu geben.
  3. Mit Suppe aufgießen, würzen und köcheln lassen, bis die Kartoffel gar sind.
  4. Wildkräuter schneiden und ein paar Minuten in der Suppe mit köcheln lassen.
  5. Mit Schlagobers aufgießen, salzen, pfeffern nach Belieben und in Tellern anrichten.

    Mahlzeit! 
Schenke ein Naturerlebnis und tauche ein in die Welt der Wildkräuter bei einer Kräuterwanderung der wild.wuchs.Natur-Akademie.

“Wer den Weg zur Natur findet,
findet auch den Weg zu sich selbst.”

Klaus Enden

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Deine Kräuter- und DIY-Kosmetik-Expertin – Elisabeth

Hinweis

Die von mir veröffentlichten Informationen rund um Naturapotheke, Wildkräuterküche, DIY-Kosmetik und Wildkräuterkunde werden sorgfältig recherchiert, erheben jedoch keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Ich möchte darauf hinweisen, dass die beschriebenen Rezepte und Anwendungen der Volksheilkunde nicht den Besuch beim Arzt ersetzen, die Umsetzung auf eigene Gefahr erfolgt und kein Heilversprechen gegeben wird!

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DIESER BEITRAG WURDE ERSTELLT VON 

Elisabeth Teufner

Hallo, ich bin’s Elisabeth und ich bin leidenschaftlicher DIY-Fan & Pflanzensammlerin. Warum kompliziert, wenn es auch einfach geht. Schritt für Schritt zeig ich dir wie leicht du deine natürliche Hautpflege, deine Naturapotheke, oder Kräuter in der Küche verarbeiten kannst. Mit einfachen & natürlichen Zutaten aus Küche, Garten & Natur. Tauche ein in die Welt der Wildkräuter!

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