Bärlauch – Wilder Knoblauch

Baerlauch

Bald ist es wieder soweit: Die Natur rollt den grünen Teppich aus. Nutzen wir also die Zeit und genießen frischen Bärlauch – denn die Blätter sind aromatisch und obendrein gesund.

Nur eine kurze Zeit im Frühjahr begeistert der Bärlauch mit seinem weithin wahrnehmbaren Knoblauchsgeruch. Doch dann wird es höchste Zeit, ihn zu sammeln. Auch hier rate ich meinen Naturfreunden, nur die Menge zu ernten, die man für den Eigenbedarf braucht. Außerdem sollte man immer nur einzelne Blätter von den Pflanzen entnehmen, so schützt man sich vor giftigen Doppelgängern.

Es heißt: „Bärlauch im Mai, erspart das ganze Jahr den Arzt und die Arznei!“ und ist ein altes Sprichwort.
Stimmt auch grundsätzlich, jedoch möchte ich drauf aufmerksam machen, dass die Bärlauchsaison im Mai vorbei ist.

Bärlauch_sammeln
Bärlauch – Wilder Knoblauch aus dem Wald

Sammeltipps

Wann ist der richtige Sammelzeitpunkt?
Die beste Erntezeit für die Blätter liegt, wie bei Kräutern generell, vor dem Beginn der Blüte. Jetzt schmeckt die Pflanze am aromatischsten, da sie ihre Kräfte noch nicht für die Blütenbildung „verausgabt“ hat. Die Haupterntezeit ist daher von Anfang Februar bis Ende März bzw. bis zur Blüte. Dann kann die Blüte geerntet werden, aber nicht mehr die Blätter. 

TIPP:
1) Bevor du los startest, solltest du dich vorher über die gefährlichen Doppelgänger informieren.
2) Wähle Pflückgebiete aus, in denen keine Maiglöckchen vorkommen und pflücke am besten jedes Blatt einzeln. Ich sag immer, wenn Maiglöckchen bereits da sind, ist die Zeit auch zum Bärlauch sammeln wieder vorbei, bzw. sammle ich dann die Blüten. Die Blüte vom Bärlauch ist so typisch und nicht zu verwechseln. Notier dir die Stelle, wo das war und das nächste Jahr, kannst du dir dann schon sicherer sein, dass du Bärlauch findest.

Vorsicht beim Sammeln, denn Bärlauch hat ein paar giftige Doppelgänger: Maiglöckchen, Herbstzeitlose und Aronstab sehen dem Lauchgewächs sehr ähnlich.

Bestimmungsmerkmale – Typisch für den Bärlauch

  • knoblauchartiger Geruch, der sofort freigesetzt wird, wenn man ein Blatt mit den Fingern leicht zerreibt. Doch Vorsicht: Beim Sammeln geht der Geruch auf die Finger über, und dann besteht die Gefahr einer Verwechslung.
  • Seine Blätter sind einzeln und auch meist zu zweit angeordnet und enden in 5 bis 20 mm langen Stielen. Sie umgreifen einander nicht. Anders wie beim Maiglöckchen und Herbstzeitlosen: bei ihnen umgreifen die Blätter einander und wachsen direkt aus dem Boden. Sie haben gar keinen Stiel.
  • Eine Verwechslung mit dm Bärlaluch ist eigentlich nur vor der Blüte möglich.

„Bärlauch sicher erkennen“ kannst du hier nachlesen.
TIPP: Sammle nur was du auch zu 100% erkennen kannst.

Bärlauch in der Küche

Alles ist essbar, auch die schwarzen Samen. In der wilen Frühlingskräuterküche eignen sich die frischen Blätter sehr gut für alle Speisen und Zubereitungen wo auch Konblauch auch gut passt. Wichtig ist, dass die Blätter firsch verarbeitete werden. Vor allem seine Blüten schauen als Dekoration sehr schön aus.

BLÄTTER: Suppe, Spinat, Aufstrich, Salat, Pesto, Paste, Kräuterbutter, Kräutersalz, Kräuteressig, Neunkräutersuppe
KNOSPEN: falsche Kapern eingelegt in Öl oder Essig, in Butter geschwenkt als Beilage zu Eierspeis & Co, frisch übers Butterbrot und überall wo Klnoblauch passt, Kräutervinaigrette
BLÜTEN: für die Deko, im Salat, Aufstrich, Kräuterbutter, Blütenessig, Pesto u.v.m.
SCHWARZE SAMEN:  als Pfefferersatz

Bärlauch richtig konservieren

Bärlauch empfehle ich in erster Linie frisch zu verzehren, denn getrocknet, oder eingefroren, verliert er seine Wirkstoffe und auch Geschmack!
Aufgrund seiner Inhaltsstoffe, die seinen Geruch, Geschmack und Wirkung ausmachen, können wir diese Eigenschaften gut mit Öl herauslösen und lange für uns haltbar machen. Das bedeutet ein Kräueröl mit Bärlauch, oder eine Bärlauchpaste ist länger und besser haltbar, als ein Kräutersalz. Auch wenn es viele Rezepte über Bärlauchsalz gibt, ist es trotzdem nicht die richtige und auch nicht die ideale Methode Bärlauch zu konservieren, aber besser als nichts 😉

Tipp: Ein Bärlauchsalz ist für wenige Monate sehr lecker, verliert aber bald die schöne grüne Farbe und auch den knoblauchartigen Geschmack. Die richtige Lagerung macht schon viel aus -> hier empfehle ich dunkel und kühl.

Bärlauch und seine Wirkung

  • Inhaltsstoffe: Lauchöle, Allicin, Glycoside, Vitamin C und Eisen
  • Wirkung: harntreibend, reinigend, stärkend, blutdrucksenkend, antiseptisch

Bärlauch gegen Frühjahrsmüdigkeit

Als Frühjahrskur ist Bärlauch sehr gut geeignet, er wirkt stoffwechselanregend und positiv für die Blutgefäße. Dafür eignet sich die Bärlauch-Tinktur, oder Bärlauch-Oxymel als Kur für 3-4 Wochen angewendet- siehe Rezept weiter unten. Anwendung: Täglich dreimal 10 Tropfen mit Wasser einnehmen.

Baerlauch
Bärlauch – vom Blatt zur Blüte – alles ist essbar

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Hinweis

Die von mir veröffentlichten Informationen rund um Naturapotheke, Wildkräuterküche, DIY-Kosmetik und Wildkräuterkunde werden sorgfältig recherchiert, erheben jedoch keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Ich möchste darauf hinweisen, dass die beschriebenen Rezepte und Anwendungen der Volksheilkunde nicht den Besuch beim Arzt ersetzten, die Umsetzung auf eigene Gefahr erfolgt und kein Heilversprechen gegeben wird!

 

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DIESER BEITRAG WURDE ERSTELLT VON 

Elisabeth Teufner

Elisabeth Teufner

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