Wärmender Hand- und Fußbalsam

Rezept_waermende_Hand_und_Fußbalsam

Ein Spazierganz in der Winterlandschaft, am besten mit seinem Liebsten an der Seite kann echt romantisch sein. Aber zwei oder besser gesagt vier Sachen, die so einen Spaziergang ungemütlich machen sind eiskalte Hände und Füße. Du kennst das? Dann habe ich heute deinen Lebensretter! Der wärmender Hand- und Fußbalsam riecht nämlich nicht nur himmlisch, sondern er ist auch ruckzuck hergestellt.

Diese Zutaten brauchst du

  • 1/4 Apfel
  • 1 TL  Ingwerpulver, oder frischer Ingwer, gerieben
  • 1 TL  Zimt
  • 100 ml Basisöl*
  • 10 Gramm Bienenwachs
  • 3-5 Tropfen ätherisches Orangen-, Ingwer- oder Vanilleöl

So funktioniert’s

  1. Als erstes wird das Öl in einen Topf erwärmt.
  2. Gleich danach wird der Apfel gerieben und zusammen mit den restlichen Gewürzen ins Öl dazugegeben.
  3. Dann kannst du den Zutaten eine kleine Pause von zirka einer halben Stunde bei geringer Hitze geben.
  4. Im Anschluss musst du das Öl-Gemisch durch ein Feinsieb filtrieren.
  5. Zu dem Öl-Gemisch kommt nun das Bienenwach dazu, welches nur noch geschmolzen werden muss. Wenn die Salbe etwas abgekühlt ist, dann kannst du die ätherischen Öle unterrühren.
  6. Danach in kleine Tiegel umfüllen und dann ist der wärmende Hand-und Fußbalsam schon fertig!

Tipp

Anstelle von Ingerpulver kannst du auch frischen Ingwer verwenden (geraspelt 1 EL). Statt Zimtpulver kannst du auch ganze Zimtstangen verwenden, vorher grob zerkleinern.
Der Balsam kann auch als Kälteschutz-Creme im Gesicht verwendet werden. Jedoch vorher testen, ob du Ingwer und Zimt im Gesicht verträgst. Deine Wangen werden etwas rot, das ist aber ganz normal wegen der Durchblutung.

Haltbarkeit

Mit Ingwerpulver etwa 3-6 Monate. Mit frischen Ingwer etwa 2-4 Monate.

Anwendung

Den wärmenden Balsam einfach auf die kalten Hände oder Füße auftragen und gut einmassieren. Der Balsam wärmt und pflegt gleichzeitig Hände und Füße.

Wirkung

Gewürze wie Ingwer und Zimt regen die Durchblutung an und so werden sie wieder wohlig warm. Ein zusätzlicher Pluspunkt ist, dass die Ingwerwurzel für ihre desinfizierende Fähigkeit bekannt ist und deswegen für die Corona-Zeit bestens geeignet ist auch als Handbalsam.

*Alternative Kräuter und Öle, die du verwenden kannst

Geschmäcker sind verschieden und deswegen habe ich dir Alternative Kräuter und Gewürze herausgesucht, damit du deinen Balsam individuell zubereiten kannst. Außerdem hat man ja nicht immer alle Zutaten bei der Hand!

Wärmende Öle: Olivenöl, Sesamöl, Johanniskraut-Ölauszug mit Olivenöl, Haselnussöl, Hanföl
Deine würzigen Alternativen: Wacholderbeeren, Orangenschale, Rosmarin, Thymian, Ingwer und Zimt (Achtung! Hier kann es zu Hautreizungen kommen! Wenig dosieren!), Gewürznelke, Chili
Wärmende Ölauszüge mit Olivenöl: Gewürznelken-Ölauszug, Chili-Ölauszug, Rosmarin und Wacholder, Ingwer-Ölauszug, Johanniskraut-Ölauszug

Weitere Tipps um kalte Pfötchen vorzubeugen

Wenn der wärmende Hand- und Fußbalsam nicht wahre Wunder bewirkt, dann habe ich noch ein paar Tricks, wie du die eiskalte Jahreszeit gut überstehst!

  • Ein ganz heißer Tipp ist viel Bewegung in der frischen Luft zu machen auch wenn`s kalt ist, denn so wird die Durchblutung angeregt. Auch wenn es nur ein kleiner Spaziergang in der Mittagspause ist, der funktioniert vor allem im Homeoffice hervorragend.
  • Auch Massagen wärmen fast eingefrorene Finger oder Zehen auf, dabei bewirkt das selbst gemachte Tannennadel-Öl wahre Wunder.
  • Ein Trick, der mir auch öfters schwerfällt, ist es genügend zu trinken, denn auch so werden die Gliedmaßen besser durchblutet. Wichtig ist es aber keine Softdrinks zu trinken, sondern Wasser oder ungesüßten Tees. Wie wär`s mit einem Kräutertee aus folgenden Kräutern Holunderblüten, Lindenblüten, Ingwer,…
  • Hast du schon einmal von Wechselbädern gehört? Das ist auch ein wahres Wundermittelchen, wenn es um kalte Hände geht!
  • Zusätzlich spielt auch die Ernährung eine große Rolle, denn kalte Gliedmaßen lassen sich oft auf einen Mangel an Vitamin B zurückführen. Dieses Vitamin ist – Gott sei Dank – in unzähligen Lebensmitteln enthalten, wie Erdäpfel, Erbsen, Hühnerfleisch, Sesamsamen und noch vielen weiteren. Außerdem sollte bei dem kalten Wetter Rohkost und kalte Speisen oder Getränke weggelassen werden. Dafür tuen warme Suppen, Eintöpfe und selbstgemachte Kompotte nicht nur dem Körper gut, sondern auch der Seele.

Mein letzter Tipp ist vielleicht ein bisschen überraschend aber es ist auch extrem wichtig genügend und erholsam zu schlafen. Ich persönlich kuschle mich an kalten Wintertagen auf das Sofa, bei einem Feuer im Kamin, mit einem Häferl meines Lieblingstees und sehe mir einen Film an. Danach kann ich am besten Schlafen! 😊

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Hinweis

Die von mir veröffentlichten Informationen rund um Naturapotheke, Wildkräuterküche, DIY-Kosmetik und Wildkräuterkunde werden sorgfältig recherchiert, erheben jedoch keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Ich möchte darauf hinweisen, dass die beschriebenen Rezepte und Anwendungen der Volksheilkunde nicht den Besuch beim Arzt ersetzen, die Umsetzung auf eigene Gefahr erfolgt und kein Heilversprechen gegeben wird!

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DIESER BEITRAG WURDE ERSTELLT VON 

Elisabeth Teufner

Elisabeth Teufner

Hallo, ich bin's Elisabeth und ich bin leidenschaftlicher DIY-Fan. Warum kompliziert, wenn es auch einfach geht. Schritt für Schritt zeig ich dir wie leicht du deine natürliche Hautpflege, deine Naturapotheke, oder Kräuter in der Küche verarbeiten kannst. Mit einfachen & natürlichen Zutaten aus Küche, Garten & Natur. Tauche ein in die Welt der Wildkräuter!
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