Rosskastanie – heimischer Seifenbaum

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In den allseits bekannten und schon bei Kindern beliebten Früchten des Rosskastanienbaumes steckt mehr als „nur“ ein Spielzeug. Der imposante Schattenspender ziert Gärten, Alleen und Parks und wird seit Jahrhunderten in der Naturheilkunde als Arzneipflanze eingesetzt.

Wusstest du, dass …

Ludwieg der XIV die Rosskastanien im 16. Jahrhundert nach Eurpa bringen lies. Er ließ seine Schlossgärten und Alleen mit dem stattlichen, weißblühenen Baum bepflanzen. Nicht ohne Grund, denn die Rosskastanie ist ein beachtlicher Schattenspender und ist heute noch in Schanigärten sehr beliebt.

Waschmittel mit Rosskastanien

Den guten Ruf den die Waschnuss einmal vor  10-15 Jahren einmal hatten, den hat heute Gott sei Dank die Rosskastanie. Sie ermöglicht uns ein nachhaltiges Wäsche waschen ohne Chemie, und enthält 100% biologisch abbaubare Tensiden. Damit kannst du deine Wäsche ganz umweltfreundlich mit gutem Gewissen wieder sauber waschen. Erfahrungsberichte findest du hier.

Jeder Kontinent hat seine Waschpflanzen. Wir, in Österreich können uns über die Rosskastanie (und auch Efeu) als Seifenbaumgewächs freuen, denn die Früchte der Rosskastanie enthält Saponine, das sind seifenähnliche Stoffe.

Durch den hohen Anteil an den seifenartigen Saponinen erzielt die Rosskastanie eine sehr effektive Waschwirkung. Die „heimische Waschnuss“ kann daher bedenkenlos als Alternative zur indischen Waschnuss ( über 6000. km entfernt) verwendet werden. Mehr noch, dieses hautverträgliche Waschmittel kann einfach, günstig und umweltschonend zuhause hergestellt werden, und muss nicht vorher um die halbe Welt reisen.

Die Rosskastanie ist sehr ergiebig. Mit nur zwei Kilogramm getrocknete Rosskastanienpulver können 100 Waschmaschinengänge gewaschen werden. Rosskastanien-Waschmittel selber machen! Hier geht`s zum Rezept.

Die Verwendung der Rosskastanie ersetzt chemische Waschchemikalien, verringert Transportwege und tut somit Haut, Umwelt und der Brieftasche gut.

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Waschmittel mit Rosskastanien

Rosskastanien als Hausmittel

ROSSKASTANIE BEI VENENSCHWÄCHE & SCHMERZEN

Die heilenden Wirkstoffe in der Rosskastanie wurden bereits früh in der Volksheilkunde eingesetzt. Sie hat adstringierende, entwässernde, entzündungshemmende, schmerzstillende und venenstärkende Eigenschaften. Inhaltsstoffe wie Saponine und das schmerzstillende AESCIN mildert die Neigung zu Krampfadern. Dadurch bilden sich Ödeme und venöse Stauungen zurück und reduziert Beschwerden wie “schwere Beine”.

Die Wirkstoffe der Rosskastanie stärken die Gefäße, erhöhen ihre Elastizität und bewirken, dass weniger Flüssigkeit in das umliegende Gewebe austreten kann. Parallel dazu werden die feinen Blutkapillaren angeregt, mehr Gewebsflüssigkeit aufzunehmen und abzutransportieren. Durch diese Mechanismen können Schwellungen reduziert werden, was in weiterer Folge die Beschwerden mildert.

Ihre Inhaltsstoffe regen außerdem Stoffwechsel und Durchblutung an, und fördern den Rückstrom des Blutes zum Herzen.

VIELSEITIGE ANWENDUNGEN

Neben Venenproblemen, Ödemen und Hämorrhoiden hat sich die Rosskastanie auch bewährt bei:

  • schweren Beinen
  • Wadenkrämpfen
  • Blutergüssen
  • Prellungen
  • Zerrungen
  • Muskelschmerzen
  • Sportverletzungen
  • Bindegewebsschwäche
  • Rheuma
  • Gicht
  • Gelenkschmerzen

Für äußerliche Anwendungen wurde in der Volksmedizin eine Vielzahl an wohltuenden Rezepturen verwendet:

  • Früchte zu einem Brei für eine Auflage zerstampfen
  • Tinktur zum Einreiben ansetzten
  • Sud für Badewasser köcheln
  • Kastanien-Ölauszug für eine Beinmassage
  • Kastanien-Ölauszug für eine Salbe
  • Kastanienseife mit Kastanien-Ölauszug

Rosskastanien
Rosskastanien sammeln

Rosskastanie für eine schöne Haut

Die frischen Pflanzenteile (Knospen, Blätter und Blüten) enthalten Wirkstoffe die eine hautregenerierende Wirkung haben und ideal bei unreiner, irritierter und sensibler Haut  ist. Für Allergiker und vor allem Neurodermitiker tut das milde Waschmittel, oder ein Gesichtswasser aus Rosskastanien sehr gut, es wirkt juckreizlindernd und beruhigt irritiert Haut. Die gewonnene Tinktur verwende ich als Anti-Cellutlits-Gel.  Es strafft die Haut, verbessert die Durchblutung, entwässert und wirkt positiv gegen Cellulitis.

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Hinweis

Die von mir veröffentlichten Informationen rund um Naturapotheke, Wildkräuterküche, DIY-Kosmetik und Wildkräuterkunde werden sorgfältig recherchiert, erheben jedoch keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Ich möchte darauf hinweisen, dass die beschriebenen Rezepte und Anwendungen der Volksheilkunde nicht den Besuch beim Arzt ersetzen, die Umsetzung auf eigene Gefahr erfolgt und kein Heilversprechen gegeben wird!

 

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DIESER BEITRAG WURDE ERSTELLT VON 

Elisabeth Teufner

Elisabeth Teufner

Hallo, ich bin's Elisabeth und ich bin leidenschaftlicher DIY-Fan & Pflanzensammlerin. Warum kompliziert, wenn es auch einfach geht. Schritt für Schritt zeig ich dir wie leicht du deine natürliche Hautpflege, deine Naturapotheke, oder Kräuter in der Küche verarbeiten kannst. Mit einfachen & natürlichen Zutaten aus Küche, Garten & Natur. Tauche ein in die Welt der Wildkräuter!
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