Gänseblümchen – Klein aber Oho!

Das unscheinbare Gänseblümchen hat wenig Ansprüche, wächst auf jedem Rasen und blüht fast das ganze Jahr. Wir kennen das Gänseblümchen alle und trotzdem wissen viele nicht mehr welche unschlagbare Heilpflanze wir da vor uns haben. Für mich ist das Gänseblümchen einer meiner Lieblingsheilkräuter, weil es voller wichtiger Inhaltsstoffe steckt und vielfältig eingesetzt werden kann.

Heilpflanze des Jahres 2017

In den oft unbeachteten Korbblütlern stecken viele nützliche Pflanzenkräfte: Kalium, Calcium, Magnesium, Eisen und die nicht nur im Frühjahr wichtigen Vitamine A und C. Vor allem die sekundären Pflanzenstoffe wie Saponine, Flavonoide und Gerbstoffe, die dem Gänseblümchen seine vielfältigen Einsatzmöglichkeiten verleihen machen es zu einem unschlagbaren Heilkraut.

Aufgrund der kraftvollen Wirkstoffe des Bellis Perenis (nach Linne, bellus =schön und perennis = ausdauernd) und seiner großen Verfügbarkeit, hat der Naturheilverein Theophrastus das Gänseblümchen zur Heilpflanze des Jahres 2017 ernannt.In der Kräuterkunde werden die kleinen Blüten u.A. für ihre entzündungshemmende, stoffwechselanregende- und reinigende Wirkung geschätzt. In Teemischungen kommen sie z.B. bei Erkältung, Husten und Verdauungsbeschwerden zur Anwendung.

Dank seiner sanften Heilkraft sind Gänseblümchen auch hervorragend für Kinder geeignet. Aber auch ohne akute Beschwerden kann man Gänseblümchen-Blüten bedenkenlos kulinarisch verarbeiten und z.B. als Blütendeko verwenden.

Gänseblümchen in der Küche

Das Gänseblümchen kann nicht nur als Arzneipflanze verwendet werden, auch auf dem Teller macht es sich wunderbar! Der liebliche Geschmack ist auch bei Kindern beliebt und lässt sich mit vielen Gerichten kombinieren. Ein zusätzliches Highlight sind die essbaren Blüten als Deko über die angerichteten Teller gestreut.

” DEN FRÜHLING SERVIEREN”
Frische Gänseblümchen wirken am besten und lassen sich in viele süße und saure Speisen integrieren. Für den Vorrat lassen sich die Blüten und Blätter aber auch wunderbar trocknen und sehen auch im Teebeutel noch toll aus. Dazu Blüten auf ein Tuch locker verteilen und ein bis zwei Tage trocknen lassen. Zerriebene Pflanzenteile können auch zu Kräuter-/Blütensalz, Gänseblümchenzucker oder einer ganz persönlichen Gewürzmischung weiterverarbeitet werden.

Blätter: Tee, Suppe, Aufstriche, Salat
Blüten: Suppe, Salat, Aufstrich, Tee, Sirup, Honig, Kekse, Blütenzucker, Blütensalz, Blütenessig, Falsche Kapern, als Deko, Ölauszug

Hier kannst du dir das Veilchenzucker-Video anschauen. Mehr Rezepte findest du im Rezeptportal.

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Gaensebluemchen_Tee
Kräutertee mit Gänseblümchen

Gänseblümchen als Hausmittel

Schon vor vielen Jahrhunderten wurde das Gänseblümchen für seine Vielfältigkeit geschätzt. Vor jeder Haustüre verfügbar, war es oft das erste Kraut, das Kindern und Erwachsenen bei körperlichen Beschwerden verabreicht wurde. Zur allgemeinen Kräftigung und als Frühjahrskur wird das Gänseblümchen bis heute eingesetzt.

GÄNSEBLÜMCHEN SORGT FÜR GUTEN SCHLAF
Eine kleine Handvoll frische Gänseblümchen in einem Entsafter geben, die Flüssigkeit durch ein Feinsieb filtrieren und den Saft mit 2 EL Olivenöl mischen. Diese beruhigende Mischung täglich 30 Minuten vor dem Schlafengehen trinken.

GÄNSEBLÜMCHEN LINDERT HUSTEN
Als Tee, oder als angesetzter Honig verflüssigen die enthaltenen SAPONINE festsitzenden Schleim bei entzündlichen Atemwegs-Erkrankungen. Dabei 1Handvoll gewaschene Gänseblümchen mit 250 ml kochenden Wasser übergießen, 10 Minuten zugedeckt ziehen lassen und 3x täglich trinken.

Für den Honig die gesammelten Gänseblümchen in ein Schraubglas mit Honig geben und an einem hellen und warem Ort 4 Wochen ziehen lassen. Die Blüten können im Honig belassen werden. Mit einen EL pro Tag wird das Immunsystem unterstützt und Erkältungen gelindert. Dabei können über den Tag 3 EL eingenommen werden.

Weitere Anwendungen bei kleinen Wehwechen:

  • Lindert Muskelkater (als Salbe)
  • Heilt Wunden und Insektenstiche (als Wiesenpflaster)
  • Hilft bei Prellungen, blauen Flecken und Quetschungen (Tinktur als Kompresse)
  • Gegen Nervosität (Tee)
  • Beruhigt den Magen (Tee)

Gänseblümchen für eine schöne Haut

Die Nutzung der Pflanzenkräfte zur täglichen Hautreinigung, als Waschlotion oder Gesichtswasser hilft bei Unreinheiten und Hautreizungen, auch bei empfindlicher Haut. In Cremes verarbeitet sorgt das Gänseblümchen mit seinen Vitaminen für einen frischen, gesunden Teint.

Um die hautfreundliche Wirkung des Gänseblümchens zu konservieren empfiehlt sich ein Absud aus Frischpflanzen oder ein Ölauszug. Den Sud einfrieren oder mit Alkohol haltbar machen. Bei Bedarf kann das Gänseblümen-Öl auch direkt zu einer Salbe weiterverarbeiten werden, z.B. mithilfe von Bienenwachs. Hier geht`s zum Rezept: Gänsebümchensalbe

Weitere Anwendungen von Gänseblümchen:

  • wirkt Schwangerschaftsstreifen entgegen (als Mazerat)
  • bekämpft unreine & irritierte Haut, sowie Pickel (als Kompresse, Gesichtswasser, Gesichts-Öl)
  • födert die Hautregeneration und unterstützt bei Sonnenbrand (als Topfenauflage)
  • als Anti-Cellutlitè-Öl wirkt durchblutungsfördernd und strafft das Bindegewebe
  • hilft bei blauen Flecken
  • für offene Wunden und rissige Hände (als Salbe)

 

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Hinweis

Die von mir veröffentlichten Informationen rund um Naturapotheke, Wildkräuterküche, DIY-Kosmetik und Wildkräuterkunde werden sorgfältig recherchiert, erheben jedoch keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Ich möchste darauf hinweisen, dass die beschriebenen Rezepte und Anwendungen der Volksheilkunde nicht den Besuch beim Arzt ersetzten, die Umsetzung auf eigene Gefahr erfolgt und kein Heilversprechen gegeben wird!

 

 

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DIESER BEITRAG WURDE ERSTELLT VON 

Elisabeth Teufner

Elisabeth Teufner

Hallo, ich bin's Elisabeth und ich bin leidenschaftlicher DIY-Fan & Pflanzensammlerin. Warum kompliziert, wenn es auch einfach geht. Schritt für Schritt zeig ich dir wie leicht du deine natürliche Hautpflege, deine Naturapotheke, oder Kräuter in der Küche verarbeiten kannst. Mit einfachen & natürlichen Zutaten aus Küche, Garten & Natur. Tauche ein in die Welt der Wildkräuter!
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